Saisonstart
... wir sind wieder da!
Liebe Seglerinnen und Segler,
auch wenn die Temperaturen noch nicht wirklich überzeugen: Der Frühling ist endlich da. Der Hafen hat wieder geöffnet und wie von Zauberhand ist die Strander Bucht wieder mit Segeln übersät.
Am Steg 5 ist noch alles ruhig, aber die ersten Arbeiten an den Schiffen finden auch im Hafenvorfeld schon statt. Bald sind alle wieder schick und im Wasser.
Mit dem letzten Seglerstammtisch ist auch unser Winterprogramm zu Ende gegangen. Hier ein kurzer Bericht zum Nachlesen.
Die Zukunft des Segelns ist elektrisch!
So hat uns unser Mitsegler Josef Horber beim 4. und letzten Seglerstammtisch in dieser Wintersaison den Umbau seine Schiffsantriebs vom Diesel- auf Elektromotor vorgestellt.

Puh, so viel Technik am Abend. Nein, Josef hat in seiner Begeisterung genau den richtigen Ton getroffen. Na klar, Technik spielte auch eine Rolle. Aber im Vordergrund standen seine Überlegungen und Beweggründe diesen Weg zu gehen. Und ja, er war überzeugend. Sollte also demnächst am Steg ein Dieselmotor es wagen, seinen Geist aufzugeben, läuft er in Gefahr, durch einen Elektromotor ersetzt zu werden.
Kleine Anekdoten sorgten für manchen Schmunzler. Dass die neue Energiequelle auch zum Betrieb einer Eiswürfelmaschine herangezogen wird, zauberte manch neidvolles Lächeln in die Gesichter der Zuhörenden. Josef zeigte damit, dass die neue Energiequelle über den Antrieb hinaus vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet. Außerdem entfallen durch die neue Technik etliche bisherige „Unannehmlichkeiten“. Welche/r ehemalige/r Vinga-Segler/in erinnert sich nicht an die so wichtigen Kinderwindeln an Bord!
Josefs persönliche Bilanz: Vieles spricht dafür. Nicht viel dagegen.
Wer Einzelheiten aus seinem Vortrag nachlesen möchte, findet hier die vollständige Präsentation und seine Kontaktdaten. Gerne steht er Euch für Fragen und Beratung zur Verfügung. Vortrag 4. Seglerstammtisch
Lieber Josef, vielen Dank für den anregenden Abend. Du hast uns gute Impulse gegeben über neue Wege in der Antriebstechnik nachzudenken. Spätestens wenn wir in der nächsten Flaute durchs Wasser knattern, werden wir uns an deine Worte erinnern.
Und noch etwas fand in Schilksee statt. Die Stadt Kiel hatte zum Bürger*innentreff eingeladen.
Auf einem Rundgang durch das Olympiazentrum stellten der Oberbürgermeister und seine Mitstreiter die ersten Überlegungen zur Olympiateilnahme vor. Ziel der Veranstaltung war, Stimmen für den Bürgerentscheid am 19. April zu gewinnen - eine Promotiontour.

Nicht nur Informatives gab es, sondern auch Lustiges. So berichtete der Stadtdezernent Gerwin Stöcken beim Betrachten der unendlichen Baustelle des Schwimmbades, dass man in der Verwaltung auch das "Gemecker" der Bürger um ständige Baustillstände kennen würde. Um das zukünftig zu vermeiden, wurden die Fenster mit bunten Folien zugeklebt und man kann nicht mehr ins Schwimmbad hineinschauen. Auch eine Lösung des Problems. Das neue Nichtschwimmerbecken soll nun doch vor die Schwimmhalle gebaut werden und nicht wie es früher hieß, vor unser altes Clubheim. Es soll abgerissen und nicht mehr ersetzt werden. Da stellte sich doch die Frage nach einer zuverlässigen Bauplanung bzw. Bürgerinformation.
Der DSV soll eine Erweiterung der Bootshalle Nord und einen passenden Ergänzungsneubau bekommen. Das Problem ist, dass die neue Jollenklassen mit gestelltem Mast nicht mehr durch das alte Eingangstor passen. Die Neubauten sollen in Glas gebaut werden, damit das Treiben in den Hallen auch von Außen beobachtet werden kann.

Und der bisherige Zeltplatz soll dem Olympischen Dorf weichen. Erste Ideen gibt es auch dafür schon. Betont wurde mehrfach, dass wir Bürger unbesorgt sein können. Die Olympischen Spiele seinen etwa nur 1/10 so groß wie die gewohnte Kieler Woche. Der ganze Rummel würde sich also in Grenzen halten. Auf die Frage, warum man dann für so wenige Sportler ein ganzes Dorf neu bauen müsse, wurde geantwortet: Man wolle den Sportlern in Wassernähe das "Olympische Gefühl" bereiten. Hmmm ...

Ja viele weiter Punkte wurden angesprochen, hinterliessen aber mehr Fragen als dass es Anworten gab. Aber bis zu den Olympischen Spielen 2036 / 2040 / 2044 es ist ja auch noch hin und sie finden unter Umständen auch gar nicht in Deutschland oder in Kiel statt. Anderseits würde Schilksee ohne die Olympischen Spiele von 1972 wohl auch anders aussehen als es heute ist.
Das wird noch interessant werden. Auswirkung auf uns Segler im Hafen wird es aber wohl geben. Interessant war dabei die Aussage, dass Stegplätze für die Athleten nicht benötigt werden. Es gibt zur Zeit keine Olympische Kielbootklasse, d.h. alle Boote werden nach den Wettkämpfe an Land verbracht. Wir werden also für die Gummi- und Partyboote des Olympischen Trosses unsere Plätze räumen dürfen.
So, das war mal wieder Neues aus dem Hafen. Und nun wartet noch einiges an Arbeit an den Schiffen auf uns. Ich wünsche gutes Gelingen und freue mich auf ein Treffen am Steg.
Herzliche Grüße aus Schilksee
Euer
Bruno











