Sommertörn 2017

Wie schon im vergangenen Jahr ging es in der ersten Ferienwoche mit der Vinga auf Tour.
Wir hatten uns entschieden den Großteil der Reise in der dänischen Südsee zu verbringen, um so zum einen mit kurzen Schlägen einen Hafen zu erreichen und den Wellen der offenen Ostsee zu entgehen.
Schließlich war es für die meisten der erste Törn
. Zusammen mit 2 befreundeten Schiffen ging es bei Regenwetter und Ostwind 4-5 und entsprechender Welle nach Schleimünde wo wir trotz Wochenende und Ferien problemlos mit 3 Schiffen einen Platz fanden.

Am nächsten Tag ging es über Sonderborg in die Dyvig. Vor Kalkgrund erwischte uns dabei eine Gewitterfront, so dass wir kurzfristig die Segel geborgen haben und das Gewitter in der Kajüte abwetterten.
In der Dyvig ankerten wir zu dritt im Päckchen. Wie schon im vergangenen Jahr drehte der Wind über Nacht um 180 Grad und wir mussten morgens erstmal unser Ankergeschirr sortieren.
Wir hatten uns entschieden den Großteil der Reise in der dänischen Südsee zu verbringen, um so zum einen mit kurzen Schlägen einen Hafen zu erreichen und den Wellen der offenen Ostsee zu entgehen.
Nach einer ausgiebigen Erkundung der Bucht mit dem Dinghi ging es mit zwei Schiffen weiter nach Lyö.
Dort angekommen war nur noch ein Platz im Päckchen an der Außen Mole frei. Das war bei Regen und auflandigem Wind kein Vergnügen. Da morgens der Wind noch zunahm sind wir um 7 Uhr schon nach Søby gesegelt. Lyö wird 2018 nachgeholt.
Søby ist ein netter Hafen und ich verstehe nicht warum er so schlechte Kritiken erhält. Dort wurde abends der Grill angeworfen und das ein oder andere Kaltgetränk zum Fleisch gereicht.

Mittwoch ging es dann bei herrlichem Segelwetter weiter nach Drejo. Da wir recht früh dort waren entschieden wir uns vorher noch Mann über Bord am lebenden Objekt zu üben. Voller Elan sprang Ella (14 Jahre) in ihrem Neoprenanzug ins Wasser und wir durften sie „retten“.
Das Heranfahren und Aufstoppen erwies sich dabei als der einfachere Teil. Selbst unter Mithilfe des Überbordgegangenen ist es nicht einfach die Person an Bord zu bekommen.
Drejo ist eine wunderbare Insel, die einen bei gutem Wetter vergessen lässt, dass man sich in Nordeuropa befindet.
Direkt neben dem Kaufmann befindet sich der Kro der Insel. Als Inseltaxi dient eine Pferdekutsche.
Von Drejo kann man auch bequem mit der Fähre nach Svendborg fahren.

Donnerstag sind wir nach Aerosköbing gesegelt. Die Kinder haben sofort den Spielplatz bzw. die Minigolfanlage in Beschlag genommen.´
Am späten Nachmittag gesellte sich die Santanita zu uns und wir ließen den Abend bei einem Sherry ausklingen.
Für das Wochenende war starker Westwind angesagt. Wir entschlossen uns daher schon am Freitag den Schlag rüber über die Kieler Bucht zu machen, um so den Kindern nicht zum Abschluss der Tour diesen Ritt auf den Wellen zuzumuten.
Es ging morgens in Aerosköbing los bis Marstal, wo im Hafen ein Gewitter abgewettert wurde.

Da die Andale nicht gut Höhe läuft, hatte ihr Skipper entschieden auf direktem Weg nach Maasholm zu motoren.
Verena und ich entschieden uns mit der Vinga zu kreuzen.
Trotz der 5-6 Windstärken sind wir ohne Reff hoch am Wind gesegelt. Mit eingebundenem Reff hatten wir uns anfangs in jeder 2ten Welle festgestampft.
Müde und abgekämpft aber zufrieden kamen wir abends um 22 Uhr in Maasholm an.
Da es am Samstag über Tag auch kräftig geweht hat (in Böen bis7 Bft.) wurde die Abfahrt nach Schilksee auf den frühen Abend verlegt.


Maasholm – alte Kahnstellen

Durch das abschließende Abendessen in Maasholm verpassten wir jedoch unser Zeitfenster und kamen erst um 21 Uhr los.
Mittlerweilen war der Wind eingeschlafen, so dass der Motor unterstützen durfte.
Die Rückfahrt war geprägt von einem Wechsel aus motoren und segeln.
Nachts um 2:30 waren wir nach 9 Tagen wieder in Schilksee, wo wir auch gleich von einem heftigen Gewitter begrüßt wurden.

Der Törn endete wie er begann… nass!

Aber am Ende waren sich alle einig, dass es ein toller Törn war. Die Vinga hat erneut bewiesen, daß ihr mehr Wind lieber ist als weniger. Sie ist sicherlich kein Leichtwindschiff.

Peter Jung


VINGA